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Meine Empfehlung:
Ingeborg Bachmann wäre heute, 25.Juni 2026, 100 Jahre alt geworden.
Italien war für die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann das selbst gewählte „erstgeborene Land“ und ihre wichtigste Lebens- und Wahlheimat. Sie verbrachte fast die Hälfte ihres Lebens in Italien -m insgesamt 20 Jahre, in Ischia und Nerapel mit dem Komponisten Hans Werner Henze, in Rom zeitweise mit Max Frisch, wo sie 1973 auf tragische Weise ums Leben kam.
Ingeborg Bachmann schrieb ihr berühmtes Liebesgedicht „Erklär mir, Liebe“ während ihres mehrjährigen Aufenthalts in Italien.
"Es könnte viel bedeuten" im Jahr 1948 in Wien
Einige ihrer Gedichte habe ich vertont, schon 1992 gab es die Uraufführung zu „Fremde Zeichen“ mit den Gedichten „Es könnte viel bedeuten“ und „Erklär mir, Liebe“ in Recklinghausen und Kamen.
Rezension der Orchesterfassung.
Fremde Zeichen:
WAZ vom 27.10.1992(Stephan Cartier): “Fremde Zeichen” geriet zu einem farbigen Werk: ....Die knapp viertelstündige Vertonung der zwei Gedichte “Es könnte viel bedeuten” und “Erklär mir,Liebe” Ingeborg Bachmanns erwies sich als vielschichtige, den Stimmungen und der Komplexität der Textvorlage in nichts nachstehende Umsetzungen . Reminiszenz an den “mittleren Schönberg” nimmt das Werk sich selbst widerstreitenden Wunsch nach tonalem, spätromantischem Wohlklang und expressiver Charakterdarstellung auf. Gestützt von der meisterhaften Interpretation der Sopranistin Maria Husmann gerieten “Fremde Zeichen” zu einem farbigen, keineswegs grellen Werk, das großen Applaus fand.
Eine Liedfassung für Sopran und Pianoforte mit der wunderbaren Sängerin Anna Sophie Brosig und dem Pianisten Pillwoo Chun steht im streaming Netz
https://music.amazon.com/albums/B0862DP47D
Matthias Bonitz im Juni 2026
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Meine Empfehlung:
Für Venedig - Reisende:
Besonders lesenswert:
Hermann Hesse: Italien. Er beschreibt sehr genau und schön Venedig, wie er es wahrgenommen hat.
Empfehlenswert, das Museo della Musica di Venezia,
Das Museum befindet sich in der Innenstadt in einer herrlichen Kirche. Dort werden hauptsächlich wunderbare Streichinstrumente aus der Zeit Vivaldis ausgestellt.
Chiesa San Maurizio, Campo San Maurizio
S. Marco
30124 Venezia
Tel: +39 041 2411840
https://www.museodellamusica.com/en/museum
Matthias Bonitz im Juni 2026
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Meine Empfehlung:
Grazia Deledda, Die Mutter - la madre, neu übersetzt von Ulrike Lemke. Input-Verlag, Hamburg 2022. In der Reihe: Perlen der Literatur, Bd. 19.
Den Roman habe ich schon ich schon vor einigen Jahren gelesen, ohne zu ahnen, was für eine besondere Autorin ich vor mir hatte. Aber ich war beeindruckt, von dem Thema, das sie ja schon in den 20er Jahren aufgegriffen hat, und mit welcher Spannung sie es geschrieben hat.
Der Roman, 1920 erschienen, spielt wie viele Bücher von Deledda in einem armseligen Dorf auf Sardinien.
Der junge Priester Paolo muss sich innerhalb weniger Tage für oder gegen das Zölibat entscheiden. Dies wird ein schwerer Gewissenskonflikt zwischen seinem religiösen Pflichtgefühl und einer für ihn überwältigenden Liebe. Er scheint unlöslich und droht ihn zu zerreißen. Aber auch seine Mutter, die ihm den Haushalt führt, ist zutiefst betroffen. Sie hat alles für ihn geopfert, damit er das Seminar besuchen kann. Aber dass ihr über alles geliebter Sohn, auf den sie stolz war, so verfehlen kann, ist für sie mit ihrer tiefen Religiosität und ihrer festen Vorstellung von Moral unerträglich.
Ein sehr intensiver, dichter Roman, der mit einer zunehmenden Spannung geschrieben ist. Er fand schon früh Anerkennung und wurde als ein Meisterwerk gelobt.
Ute Wenzel im März 2026
